Artikel-Schlagworte: „entschlacken“
Also ganz ehrlich – der Tag begann so wie einer, an dem man am liebsten im Bett liegen bleibt. Und solche Tage hatte das neue Jahr schon viele – jedenfalls für mich. 21 Tage jung es es nun – und bis heute bin ich nicht richtig in Gang gekommen. Sehr merkwürdige Vorraussetzungen – in dieser Form hatte ich das noch nie.
OK – aber da ist ja nun mein Projekt und ich bin erstmal froh, überhaupt wieder etwas für meine Gesundheit zu tun – aber dieses Entschlacken ist einfach nicht meins. Sorry Karin – ich weiß, dass es notwendig ist – aber ich kann daran keine Freude empfinden.
Wie bei meinen gescheiterten Versuchen zu fasten, bei denen ich habe immer heftigste Kopfschmerzen bekam und daher schon nach kurzer Zeit wieder aufhörte, geht es mir auch bei den Entschlackungstagen nicht wirklich gut. Die Dinge, die ich essen darf, sind nicht etwas welche, die ich nicht mag – und es ist auch nicht das Fleisch, was mir fehlt. Mir fehlen eindeutig die Kohlehydrate aus Brot, Nudeln und den anderen Beilagen.
Ich habe den Eindruck, Obst und Gemüse machen mich nicht satt. Selbst wenn ich davon eine große Portion esse, habe ich nicht das Gefühl, richtig satt zu sein. Da liegt sicher einiges im Argen bei mir und meinem verlernten Essverhalten und ich find es auch gut, hier jetzt mal zu schauen, woran das liegt, aber in Begeisterungsstürme werde ich nciht ausbrechen
Wir schaun mal, wie es weiter geht – es soll ja keine Diät sein, sondern eine dauerhafte Ernährungsumstellung, und dafür lohnt es sich halt auch, am Anfang mal ein wenig zu “leiden”…
Oh, ist mir das schwer gefallen – das hätte ich echt nicht gedacht!
Karin hat mir einen Plan gemacht sowie auch eine Einkaufsliste mit den Dingen, mit denen ich mich in den nächsten Tagen ernähren soll. Außerden auch ein Beispiel, wie so ein Tag ernährungstechnisch aussehen könnte. Das ist verdammt wenig – und schon beim Anschauen des Plans bekomme ich Hunger…
Zu allem Überfluss ruft mich dann morgens meine Freundin an und möchte mit mir frühstücken gehen. Sie fährt bald in Urlaub und da wollten wir uns vorher nochmal treffen. Hm – schwere Entscheidung – und ja, ich bin schwach geworden – und das am ersten Tag…
OK – ich habe beim Früstück darauf geachtet, nicht zu viel zu essen und habe den Belag sehr stark reduziert. Den Rest des Tages habe ich sehr wenig gegessen, hatte aber eigentlich ein dauerhaftes Hungergefühl. Am liebsten hätte ich gleich alles hin geschmissen – aber diese Blöße will ich mir dann auch nicht geben – besser ein wenig gemogelt als überhaupt nichts getan…
Kein Fleisch zu essen ist nicht das Problem – aber auf Käse zu verzichten fällt mir unheimlich schwer. Ist sicherlich ein Zeichen für irgendwas – aber ich beobachte einfach mal weiter, was mir sonst noch so auffällt. Mal sehen, wie der zweite Tag dann läuft…
Hm – an diesem Tag hatte ich das Gefühl, ich müsste nochmal alles essen, was ich die nächste Zeit nicht mehr darf. Und so habe ich mir alles erlaubt – Käse, Schokolade, Fleisch – hab einfach nicht drauf geachtet, was es ist – wollte es einfach nochmal essen.
Denn ab morgen ist vorgesehen, mindestens eine Woche zu entschlacken. Normalerweise macht man das, indem man richtig fastet, aber erstens ist fasten überhaupt nichts für mich, weil ich dabei bisher immer tierische Kopfschmerzen bekommen habe, und zweitens bräuchte ich dafür richtig freie Tage – gerade für die ersten Tage. Darauf habe ich ehrlich gesagt keine Lust – und so kommt mir entgegen, dass wir das hier auf die sanfte Tour machen.
Trotzdem habe ich ein komische Gefühl – irgendwie möchte ich jetzt endlich einen Anfang machen, damit ich wieder gesünder lebe, aber auf der anderen Seite würde ich mich im Moment am liebsten im Bett verkriechen und für Tage dort liegen bleiben. Wirklich eine merkwürdige Situation – aber da muss ich jetzt wohl durch…
