Nach den Kommentaren von Susanne und Karin habe ich etwas nachgedacht und mir zwei Fragen gestellt:

  • Warum mache ich beim Zuckerfasten mit? Was ist mein Ziel, meine Idee dahinter?
  • Was steckt wirklich dahinter, wenn ich Lust auf Süßes habe?

Ja, warum tue ich mir das an, wo es mir doch so schwer fällt. Ich möchte herausfinden, ob es mir möglich ist, auf ein Suchtmittel zu verzichten – und Zucker bzw. Süßigkeiten sind ein Suchtmittel für mich. Und ich möchte dahin kommen, ganz bewußt zu entscheiden, ob ich diese Dinge essen möchte oder nicht und sie nicht konsumieren, weil ich eigentlich gerade irgendetwas anderes brauche und das nicht da ist.

Als ich Lust auf Süßes hatte war ich in Wirklichkeit auf der Suche nach Ablenkung. Ich musste eine Arbeit machen, die mir nicht gefiel und habe ständig nach Ablenkung und Unterbrechung gesucht. Und da hätten mir Schokolade und Co. einfach geholfen. Weil ich aber mir selbst das Versprechen gegeben habe, auf all das in den nächsten Wochen zu verzichten, bekam ich die Ablenkung nicht und die Arbeit ging noch langsamer von der Hand.

Ich bekomme langsam eine Vorstellung davon, wie es Menschen gehen muss, die sich das Rauchen oder Trinken abgewöhnen wollen, und ich denke, das klappt nur, wenn man ein wirklich klares Ziel vor Augen hat. Und da kommt mein zweites Problem – habe ich denn ein Ziel? Habe ich eine Vision, wohin mich mein Zuckerfasten bringen soll?

Und wenn ich ehrlich bin  – ich habe keine konkrete Vorstellung davon, was ich mit dieser Aktion erreichen will!

Puh – nun ist es raus! Was nun?

OK – dann sollte ich mir nun Gedanken machen, was meine Visionen sind und dann wieder kommen – bis morgen also!

Alles Liebe
Irene

1 Kommentar zu „Erste Erkenntnisse“

  • Marion sagt:

    Liebe Schwester,
    Ich habe es so eingerichtet, dass diese Webside sich öffnet, wenn ich ins Web will. So kann ich verfolgen, was du neues schreibst.Dein Fasten passt ja genau in die Fastenzeit, die jetzt vor Ostern ist. Ganz bewusst auf etwas verzichten, es aushalten, den inneren Schweinehund besiegen. Der Sinn ist, u.a., zu merken, ich kann das, ich kann warten, ich kann verzichten. Das funktioniert aber nur, glaube ich, wenn Essen nicht ein Ersatz für sehr grundlegene Dinge ist. Vielleicht kommst du diesen ja auf die Spur, ich wünsche es dir. Du solltest dabei aber auf dein Innerstes hören und dir nicht zu viel zumuten.

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