Zuckerfrei klappt immer besser…
…nur bei Einladungen zu Kaffee und Kuchen stellt sie mich immer wieder auf die Probe.
So geschehen vorgestern, als ich eine Nachbarin besuchte, die ich in diesem langen Winter ewig nicht gesehen hatte. Sie hatte natürlich Kaffee und Kuchen vorbereitet, und ich habe es nicht übers Herz gebracht, den Kuchen abzulehnen. Es war nur ein kleines Stück Käsekuchen und er hat vollkommen anders geschmeckt als ich das gewöhnt bin, aber ich war hin- und hergerissen zwischen “schon wieder hältst du nicht durch” und “es ist doch unhöflich und verletzend für die Gute, wenn ich ihren Kuchen ablehne”.
Immerhin konnte ich feststellen, dass sich mein Geschmacksempfinden wohl schon verändert hat, denn wie gesagt – der Kuchen schmeckte vollkommen anders und hat mir auch keine Lust auf mehr gemacht.
OK, immerhin bleiben Schokolade, Gummibärchen und Co. brav in der Küchenschublade und mir ist auch keine weitere Marmeladenpanne passiert
Für den Joghurt habe ich nun ungesüßtes Kompott entdeckt. Damit schmeckt er ganz ok – wobei ich noch nicht ganz so begeistert bin – aber naja, das wird vielleicht auch noch.
Nächste Woche steht eine Konfirmation an – da wartet wieder Kuchen auf mich. Den werde ich ganz bewußt essen, auch wenn es schon wieder eine Ausnahme ist. Ich für meinen Teil finde es schon gut, dass ich überhaupt so weit wie jetzt gekommen bin. Ich wußte von Anfang an, dass ich jeden Tag selbst entscheiden will, was ich tue und wie ich es umsetze. Und so werde ich weiter machen, auch wenn es nicht ganz den Regeln des Zuckerfastens entspricht.
In meinem Kopf ist jetzt die Idee, auch nach der Fastenzeit meinen Zuckerkonsum weiterhin einzuschränken und ihn eher zur Ausnahme als zur Regel werden zu lassen. Danach wieder voll zuzuschlagen wäre ja fast so, wie wochenlang Diät zu halten und danach wieder alles in sich rein zu stopfen wie vorher. Schaun wir also mal, wie sich alles weier entwickelt…

